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Dieselentschwefelung in Brasilien

Saubere Luft am Zuckerhut

Imposant und leistungsstark

Nach mehreren Jahren intensiver Abwicklungsarbeit hat NEA América do Sul im April 2014 einen wichtigen Auftrag erfolgreich zum Abschluss gebracht. Dieser beinhaltete die Installation und Inbetriebnahme der ersten drei Kompressoranlagen in Südamerika mit NEA-Verdichtern der imposanten Baugröße 500 aus der Baureihe mit 1.000 kN Stangenkraft.

Diese Anlagen mit den dreistufigen, vierkurbeligen NEA Kolbenkompressoren sind nach API 618 5. Auflage ausgelegt und wurden in der neuen Dieselentschwefelungsanlage (HDS) S-10 in der größten Raffinerie des brasilianischen Öl-Giganten installiert. Der Bau dieser HDS-Anlage, unter Leitung eines renommierten brasilianischen Engineering-Unternehmens, nahm über vier Jahre in Anspruch und zählt zu den bedeutendsten Investitionen von Petrobras. Daher lag die Beschaffung der kritischen Anlagenteile, wie die der Kompressoranlagen, in der Hand des Betreibers.

Höchstmaß an Engineering-Anforderungen

Jede Anlage wird von einem 6 MW-starken Synchronmotor angetrieben und besteht aus einer Vielzahl von Komponenten, die jedes Engineering-Herz höher schlagen lassen: Pulsationsdämpfer, Rohrbündelkühler, einer auf Rahmen montierten Ölanlage nach API mit Komponenten aus Edelstahl, Remote Steuerungstafeln, Monitoringsystem, einer hydraulisch gesteuerten Mengenregelung und vieles mehr wurden auftragsgerecht ausgeführt. Alle drei Anlagen zur Dieselentschwefelung sind ausgelegt für jeweils einen Volumenstrom von bis zu 55.000 Nm³/h Wasserstoff bei einem Saugdruck von 20 bar g und einem Enddruck von 140 bar g. Die Konzeption vom ersten Federstrich bis zum Detailengineering oblagen dabei ausnahmslos der Verantwortung und Umsetzung von NEA América do Sul.

Prüfungen inklusive

Neben der Überprüfung des Fundaments sowie der Anordnung der Kompressoren zu den Anlagenteilen musste auch die gesamte Elektro-Installation einem Check unterzogen werden. Die vornehmliche Aufgabe bei der elektrischen Überprüfung bestand darin, die Steuertafel jeder Erregermaschine pro Antrieb unter Berücksichtigung der Schnittstellen zu der entsprechenden Spannungsversorgung genauestens einzurichten.

Nicht weniger anspruchsvoll war, die gesamte Instrumentierung aufzustellen, das Finetuning der computergestützten stufenlosen Volumenstromregelung zu übernehmen und schließlich den Austausch der Daten des Steuergerätes eines jeden Kompressors mit denen der HDS-Anlage abzugleichen.

Eine Investition, die sich auszahlt

Die Investition in die HDS S-10 Anlage ist von immenser Wichtigkeit für Brasilien. Mit der Zielvorgabe, Diesel von maximal 10 mg/kg Schwefeloxid zu produzieren und Emissionen von Stickoxiden um 15% zu reduzieren, können nunmehr die vorgegebenen Umweltauflagen eingehalten werden. Die Profiteure dieser Investition sind zweifellos die großen Städte Brasiliens.

Die erfolgreiche Installation dieser schlüsselfertigen Anlagen beweist einmal mehr, dass das Engineering-Team in Belo Horizonte auch Aufträge dieser Größenordnung im Öl- & Gas- Segment professionell und fristgerecht umsetzen kann, ungeachtet der hohen Anforderungen von Kontraktoren wie Betreibern.

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