Offshore

Das technische Glanzstück im Offshore

 

Jedes NEA Sales & Engineering Center welt­weit zählt zu den Technologieführern von maßgeschneiderten Kompressorsystemen; so auch NEA USA mit Sitz in Katy, nahe Houston. Im Mai 2014 erhielten die Texaner einen Engineering-Auftrag von einem renommierten Öl- und Gasunternehmen. Die Tinte war noch feucht als NEA USA direkt mit einem großen EPC (Engineering, Procurement & Construction) aus Houston in die Vorplanung ging. Das Ergebnis intensiver Projektierungsarbeit hatte nach 21 Monaten klare Konturen angenommen: Im Februar 2016 konnte eine Kompressoranlage gigantischen Ausmaßes auf den Weg zu ihrem Einsatzort gebracht werden. Damit war ein Engineering-Aufwand der gleichen Größenordnung einhergegangen. Es galt einen Anforderungskatalog zu erfüllen, der einen äußerst geringen Platzbedarf, umfassende Sicherheitsprotokolle und letztendlich Betriebsbedingungen für diese Anlage vorsah mit dem Label „Bestes Offshore System seiner Klasse“.

Dafür waren unzählige Designüberprüfungen, Lieferantenaudits, Übergabeprotokolle und immer wieder Projektbesprechungen nötig. Das Team von NEA USA erhielt positive Rückmeldungen seitens EPC und Betreiber, denn diese zeigten sich von der professionellen Umsetzung auch solcher Wünsche begeistert, die zuvor nicht im „Logbuch“ standen.

Große technische Herausforderungen

Gleich mehrere technische Anforderungen zeich­nen dieses Projekt aus. Zum einen wurden zwei baugleiche Kompressoranlagen auf einem ge­meinsamen Grundrahmen bei geringem Platzbedarf installiert. Die schnelllaufenden, einstufi­gen Kompressoren des Typs NEA 1SZL250hs verdichten ein Methan-Gasgemisch mit einer Durchflussrate von 45.000 Nm3/h von 85 barg auf 130 barg. Wegen der begrenzten Menge an ver­fügbarem Kühlwasser waren die Nachkühler überdimensional ausgelegt, so dass ein zweites Deck errichtet werden musste. Detailgetreue CAD Zeichnungen zeigten die Anordnung von Kabelrinnen, Schläuchen und Anlagenteilen auf, um einen ausreichenden Zugang zu den Anlagenteilen zu gewährleisten.

Zum anderen galt es, das Verhalten der akusti­schen und dynamischen Kräfte des Kompressorsystems zu verstehen und deren Auswirkungen auf die gesamte Plattform genau vorherzusagen. Eine Analyse mit detaillierten Überprüfungen stellte die ausreichende Stabilität der Plattform sicher, um den dynamischen Kräften und Vibrationen der Kompressoren während des Betriebs standzuhalten.

Wartung frühzeitig miteinbeziehen

Eine Besonderheit des Anlagendesigns ist die symmetrische Anordnung beider Kompressorsysteme. Es sind spiegelbildlich angeordnete Anlagenteile, die auf diese Weise das Instandhaltungspersonal dabei unterstützen, schnell die Betriebsmittel zu erkennen und zu warten.

Die Stückliste wurde nach strengen Qualitätssicherungsverfahren erstellt, die Komponenten beschafft und an den Packaging Partner von NEA USA in der Nähe von Houston weitergeleitet. NEA USA arbeitete eng mit seinem Packager, EPC, Endkunden und einem Drittanbieter für Qualitätssicherung zusammen, um jeden Schritt der Fertigung und Montage zu beaufsichtigen und mit de­taillierten Qualitätsdokumentationen und Bauplänen zu begleiten.

Anfang 2016 wurde die Kompressoranlage, die knapp 150 t auf die Waage brachte, in einem ein­zigen Hub auf einen mehrachsigen Schwerlasttransporter gehoben. Dies war für NEA USA das tonnenschwerste Kompressorsystem und eines der anspruchsvollsten Projekte in der 25-jährigen Firmengeschichte. Bis heute sind die Freude, der Stolz und die Begeisterung darüber, dieses tech­nische Glanzstück verwirklicht zu haben, nach wie vor zu spüren. Doch nach einer kurzen Verschnaufpause erwarteten die Texaner beim nächsten Auftrag auch schon wieder neue Herausforderungen.

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