Themenbereich: Energy Solutions 

NEUMAN & ESSER investiert weiter in erneuerbare Energien

Das vergangene erste Jahr des NEUMAN & ESSER BLOGs hat bereits zahlreiche Themen aus der NEA Welt hervorgebracht, die die Vielseitigkeit des Familienunternehmens zeigen. So waren unter anderen die Akquisitionen der Firmen AEDS und ARCANUM Inhalte des BLOGs. „Alternative Energy-Driven Solutions GmbH“ (AEDS), das gemeinsam mit Prof. Achim Kampker neu gegründete Start-Up mit Sitz im Aachener Entwicklungspark AVANTIS und 15 Mitarbeitern, ist mit dem Ziel angetreten, nachhaltige Mobilitäts- und Logistikkonzepte auf Basis von Wasserstoff als Energieträger zu entwickeln.

Die Aufnahme der Firma ARCANUM Energy Systems GmbH & Co KG in die NEUMAN & ESSER GROUP folge nur wenig später. 35 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entwickeln am Standort Unna nachhaltige Lösungen für Landwirte und öffentliche, aber auch private Investoren. Diese werden von ARCANUM auch ausgeschrieben, in Betrieb genommen sowie langfristig betrieben und gewartet. Organische Materialien, in Zukunft hauptsächlich Haushaltsabfälle und nicht nutzbare Biomass wie tierische Reststoffe und Pflanzenreste sowie tierische Reststoffe, werden in diesen Biogasprojekten zu Biogas vergoren und zu reinem Biomethan aufbereitet.

Zum Ende des vergangenen Jahres wurde weiterhin auch noch HYTRON Energy & Gas (HYTRON) in die NEA GROUP aufgenommen. Das brasilianische Unternehmen mit Sitz in Sumaré, São Paulo, wurde 2003 als Spin-Off der Universität Campinas gegründet und hat sich seitdem zu einem führenden Lösungsanbieter in den Bereichen Engineering und Systemintegration unter anderem für PEM und alkalische Elektrolyseure, Erdgas und Ethanol Reformer entwickelt.    

Mit diesen neuen Gruppenfirmen hat die NEUMAN & ESSER GROUP ihre Position als Lösungsanbieter, der die gesamte Prozesskette von der Planung über den Genehmigungsprozess und die Projektierung bis hin zur Produktion von Hardware- und Softwarelösungen sowie Betreibermodellen und Servicemodellen anbietet, weiter gefestigt. Auf diesem Weg schreitet NEA auch im Jahr 2021 weiter mit großen Schritten voran.

»Ziel von NEUMAN & ESSER ist es, umfassende Lösungen anzubieten, die einen wichtigen Beitrag zu einer dekarbonisierten Energieversorgung leisten. Daher hat die Unternehmensgruppe weiter in diesen Bereich investiert.«

Stefanie und Alexander Peters, Geschäftsführende Gesellschafter der NEUMAN & ESSER GROUP

Beteiligung an Infinium

Die Themen Energiewende und Reduktion der CO2-Emissionen sind von großer gesellschaftlicher Bedeutung, sie werden uns auch zukünftig noch sehr intensiv beschäftigen und fordern. Ziel von NEUMAN & ESSER ist es, umfassende Lösungen anzubieten, die einen wichtigen Beitrag zu einer dekarbonisierten Energieversorgung leisten. Daher hat die Unternehmensgruppe weiter in diesen Bereich investiert. Seit Januar 2021 ist NEUMAN & ESSER Investments als Teil eines Konsortiums von Investoren an der Firma Infinium beteiligt. AP Ventures, Amazon’s Climate Pledge Fund, Mitsubishi Heavy Industries (MHI) und Grantham Foundation sind die weiteren Investoren, die bei der Entwicklung von Anwendungen zur Dekarbonisierung des Transportsektors mitwirken.

Infinium ist ein Unternehmen mit Sitz in Sacramento, das als eines von wenigen marktreife, auf CO2-freie Energien basierende E-Fuels-Lösungen anbietet, die den Transportsektor in großem Maße dekarbonisieren können und dazu die bestehende Infrastruktur nutzen. Infinium's Electrofuels™ stellen eine Null-Emission-Alternative zu den bestehenden Flüssigkraftstoffen dar und können sofort in Flugzeugen, Schiffen und LKW-Flotten eingesetzt werden.

Mehr über Infinium

Lösungen für bestehende Mobilitätstechnologien

Die von Infinium entwickelte Technologie wandelt CO2-freien Strom und Kohlendioxid in CO2-neutrale Kraftstoffe um, die in bestehenden Flugzeug-, Schiffs- und LKW-Flotten ihren Einsatz finden können. So trägt die Technologie dazu bei, dass Unternehmen ihre Ziele zur Reduktion des Kohlenstoffausstoßes schneller erreichen und gleichzeitig die Entfossilisierung von Kraftstoffen beschleunigen.

Fast ein Viertel der weltweiten CO2-Emissionen stammt aus dem Transportsektor, der damit eine der großen Herausforderungen für die CO2-Reduktionsbemühungen darstellt. Klimazusagen von Unternehmen haben eine große Nachfrage nach kohlenstoffarmen Transportalternativen geschaffen. Bei der Dekarbonisierung des Transportsektors durch die Elektrifizierung stellen das Gewicht, die Ladezeit und die Reichweite von Batterien insbesondere im Langstreckentransport, der Schifffahrt und der Luftfahrt gewaltige Hürden dar. Zusätzlich ist die Herstellung von Batterien mit erheblichen Umweltbelastungen verbunden. Infinium-Lösungen für E-Fuels ermöglichen es, die CO2-Emissionen im Transportwesen durch die direkte Wahl des Treibstoffs zu reduzieren. Damit stellen sie ein Werkzeug zur Ergänzung der bestehenden Dekarbonisierungsstrategien wie Elektrifizierung, Carbon Capture Sequestration und Carbon Capture Utilization dar. Die Infinium Electrofuels™ ersetzen als "Drop-in" herkömmliche, aus Erdöl gewonnene Produkte, mit denen der kommerziellen Transportindustrie und den Logistikunternehmen ein unmittelbarer Einfluss auf die CO2-Reduktionsziele ermöglicht wird, ohne kapital- und zeitintensive Upgrades der Transportinfrastruktur oder langwierige Genehmigungs- und Zulassungsverfahren z.B. in der Luftfahrt.

Carbon Capture and Utilization

Bei dem Verfahren geht es um die Kombination von CO2-neutral erzeugtem Wasserstoff mit der Nutzung von aufgefangenem CO2 (CCU), beispielsweise aus Abgasströmen, Prozessnebenprodukten oder sogar aus der Luft separiert.

In einem elektrisch beheizten Reaktor wird durch Einsatz des CO2CatTM Katalysators Syngas, ein Gemisch hauptsächlich aus Wasserstoff und Kohlenmonoxid hergestellt. Dieses Gasgemisch wird dann in einem nachgeschalteten Reaktor mittels des GreyCatTM Katalysators zu synthetischen flüssigen Kraftstoffen wie Diesel und Benzin umgewandelt. Hierzu müssen die Gase auch verdichtet werden. Im Vergleich zu konventionellen Fischer-Tropsch-Verfahren entfällt die Wachsproduktion und die Ausbeute an Flüssigkraftstoffen ist deutlich effizienter und höher.

Die so gewonnen maßgeschneiderten Treibstoffe haben neben dem geringeren CO2-Footprint auch bessere Eigenschaften in Bezug auf Verbrennungsverhalten sowie Ruß- und Stickoxidemissionen.

Sehen Sie sich auch den nächsten Blogbeitrag am 26. Februar an.
Dann werden Sie wieder mehr zum Thema Wasserstoff erfahren.